Das Blockchain-Trilemma: Warum es so schwer ist, eine perfekte Blockchain zu entwickeln In den mehr als zehn Jahren, seit Bitcoin der Welt dezentrale Register (Ledger) vorgestellt hat, wurden Tausende von Blockchain-Projekten mit grossen Versprechungen gestartet: schneller, kostengünstiger und sicherer, ohne dabei Kompromisse bei der Dezentralisierung einzugehen. Doch trotz enormer Investitionen und technischer Talente ist es keinem Netzwerk gelungen, all diese Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen. Der Grund dafür liegt in einer grundlegenden Einschränkung, die im Zentrum des Designs dezentraler Systeme steht: dem Blockchain-Trilemma.Das Trilemma, das von Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin geprägt und populär gemacht wurde, beschreibt den nahezu unmöglichen Balanceakt zwischen drei Eigenschaften, die jede Blockchain anstrebt: Dezentralisierung, Sicherheit und Skalierbarkeit. Die Kernaussage ist einfach: Man kann zwei dieser Eigenschaften optimieren, aber fast immer zu Lasten der dritten. Um zu verstehen, wo die Blockchain-Technologie heute steht und wohin sie sich entwickelt, ist es wichtig zu verstehen, warum diese Spannung besteht und wie die Branche versucht, sie zu überwinden. Die drei Säulen erklärtBevor wir uns mit den Kompromissen befassen, lohnt es sich, genau zu definieren, was jede Eigenschaft eigentlich bedeutet.Dezentralisierung ist der Grad, in dem die Kontrolle über ein Netzwerk auf viele unabhängige Teilnehmer verteilt ist. Eine vollständig dezentralisierte Blockchain hat keine zentrale Autorität, kein Unternehmen, keine Regierung und keine Einzelperson kann einseitig die Regeln ändern, Transaktionen zensieren oder sie abschalten. Diese Eigenschaft macht Blockchains vertrauensminimiert: Man muss keiner einzelnen Partei vertrauen, da die Regeln gemeinsam von Tausenden von Knotenpunkten auf der ganzen Welt durchgesetzt werden.Sicherheit bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit eines Netzwerks gegen Angriffe. Das häufigste Bedrohungsmodell ist der sogenannte 51 Prozent-Angriff, bei dem ein böswilliger Akteur die Mehrheitskontrolle über den Konsensmechanismus des Netzwerks erlangt (sei es die Hash-Leistung bei Proof-of-Work oder das eingesetzte Kapital bei Proof-of-Stake) und diese Kontrolle nutzt, um Transaktionen rückgängig zu machen oder zu manipulieren. Eine sichere Blockchain macht solche Angriffe wirtschaftlich ruinös. Sicherheit umfasst auch die Widerstandsfähigkeit gegen Fehler in Smart Contracts, Sybil-Angriffe und andere Angriffsvektoren. Ohne Sicherheit kann das System nicht vertrauenswürdig sein und eine nicht vertrauenswürdige Blockchain ist keine funktionierende Blockchain.Skalierbarkeit ist die Fähigkeit des Netzwerks, eine grosse Anzahl von Transaktionen schnell und kostengünstig zu verarbeiten. Zum Vergleich: Visa gibt an, dass VisaNet in Spitzenzeiten mehr als 24’000 Transaktionsmeldungen pro Sekunde verarbeiten kann. Bitcoin schafft im Vergleich dazu etwa 7 tps (Transaktionen pro Sekunde). Damit Blockchains als globale Finanzinfrastruktur oder Rückgrat dezentraler Anwendungen dienen können, die von Milliarden von Menschen genutzt werden, müssen sie um ein Vielfaches skalierbar sein, ohne die Benutzererfahrung zu beeinträchtigen.Warum Kompromisse unvermeidlich sindDas Trilemma ist nicht nur eine eingängige Formulierung. Es basiert auf grundlegenden Realitäten der Funktionsweise von dezentralen Systemen.Dezentralisierung vs. SkalierbarkeitDas Hinzufügen weiterer Knoten zu einem Netzwerk erhöht die Dezentralisierung, schafft jedoch ein Koordinationsproblem. Jeder teilnehmende Knoten muss jede Transaktion empfangen, validieren und speichern. Dies ist beabsichtigt, denn dadurch wird das Ledger manipulationssicher – aber es bedeutet auch, dass der Durchsatz des Netzwerks durch die Leistungsfähigkeit des schwächsten Knotens begrenzt ist. Wenn sich die Hardwareanforderungen erhöhen, um mehr Transaktionen schneller verarbeiten zu können, werden kleinere Teilnehmer verdrängt, was zu weniger, dafür leistungsstärkeren Knoten führt.Aus diesem Grund hält Bitcoin seine Blockgrösse bewusst klein und seine Blockzeit langsam. Das ist ein Feature, kein Bug. Es stellt sicher, dass auch eine normale Person mit einem Heimcomputer einen vollständigen Knoten betreiben und am Konsens teilnehmen kann.Sicherheit vs. SkalierbarkeitEine schnellere Finalität und ein höherer Durchsatz erfordern oft Abkürzungen beim Konsens. Einige Hochgeschwindigkeits-Blockchains erreichen ihre Leistung durch die Verwendung einer kleinen, vorab ausgewählten Gruppe von Validatoren, teilweise bestehend aus lediglich 21 Knoten. Mit weniger Validatoren können Blöcke in Millisekunden erzeugt und bestätigt werden. Allerdings ist eine kleinere Gruppe von Validatoren viel leichter zu kompromittieren. Ein Angreifer muss weit weniger Parteien korrumpieren oder mit ihnen kollaborieren, um die Kontrolle zu übernehmen. Geschwindigkeit geht auf Kosten der Robustheit.Dezentralisierung vs. SicherheitSicherheit und Dezentralisierung werden oft miteinander verwechselt, aber es handelt sich um unterschiedliche Eigenschaften, die sich nicht automatisch gegenseitig verstärken.Sicherheit bezieht sich darauf, wie gut eine Blockchain Angriffen, Betrug und Manipulationen widersteht. Sie hängt von starker Kryptografie, robusten Konsensregeln und wirtschaftlichen Anreizen ab, die Angriffe unerschwinglich teuer machen – und nicht davon, wie viele Knoten das Netzwerk hat. Dezentralisierung beschreibt hingegen, wie breit die Kontrolle verteilt ist, sodass keine einzelne Partei Entscheidungen dominieren oder Transaktionen zensieren kann.Die wichtigste Erkenntnis ist, dass eine Blockchain hochgradig dezentralisiert und dennoch anfällig sein kann, wenn ihr zugrunde liegendes Konsensdesign oder ihre kryptografischen Schutzmassnahmen schwach sind. Tausende von Knoten, die an einem fehlerhaften Protokoll teilnehmen, machen dieses Protokoll nicht sicher. Dezentralisierung trägt zur Sicherheit bei, indem sie es für einen einzelnen Akteur schwieriger macht, die Kontrolle zu übernehmen. Sicherheit hat ihre eigenen Anforderungen, die über die Verteilung der Knoten hinausgehen.Die Spannung entsteht, weil die Mechanismen, die die Sicherheit stärken – hohe Validator-Einsätze, strenge Konsensregeln, hohe kryptografische Anforderungen – die Hürden für die Teilnahme erhöhen. Mit der Zeit kann dies die Anzahl und Vielfalt der Knoten reduzieren, die Macht konzentrieren und die Dezentralisierung stillschweigend untergraben, auch wenn dies niemand beabsichtigt hat. Beispiele aus der PraxisEine Untersuchung über den Umgang mit diesen Einschränkungen veranschaulicht das Trilemma in der Praxis. Diese Beispiele dienen der Veranschaulichung und stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung für ein bestimmtes Protokoll dar.Um eine Einschätzung der zukünftigen Nachfrage und des potenziellen Verkaufsdrucks zu erhalten, ist es sinnvoll, die Veränderungsraten zu betrachten. Auf der Nachfrageseite sind derzeit zwei Faktoren besonders entscheidend: die Dynamik der ETF-Zuflüsse und die Kaufaktivitäten des Bitcoin-Unternehmens Strategy.Bitcoin steht fest im Zeichen von Dezentralisierung und Sicherheit. Mit Zehntausenden von Knoten weltweit und dem bewährten Proof-of-Work-Konsensmechanismus, ist es ausserordentlich schwierig, Bitcoin anzugreifen oder zu kooptieren. Allerdings verarbeitet es nur etwa sieben Transaktionen pro Sekunde und die Gebühren können in Zeiten hoher Nachfrage auf mehrere Dutzend US-Dollar steigen. Die Skalierbarkeit ist das offensichtliche Opfer.Ethereum (vor der Zusammenführung) sah sich ähnlichen Einschränkungen gegenüber. Seine Smart-Contract-Funktionalität eröffnete enorme Nutzungsmöglichkeiten. die Netzwerküberlastung während des DeFi-Booms von 2020–2021 trieb die Gasgebühren allerdings auf absurde Höhen, manchmal bis zu Hunderten von US-Dollar für eine einzige Transaktion. Normale Nutzer wurden praktisch aus dem Netzwerk verdrängt.Ethereum (nach der Zusammenführung) hat einige dieser Probleme mit der Umstellung auf Proof-of-Stake im Jahr 2022 gelöst. Slashing-Mechanismen machten Angriffe wirtschaftlich unrentabel und der Erwerb von genügend Anteilen, um den Konsens zu kontrollieren, wäre unerschwinglich teuer gewesen. Parallel dazu tauchten jedoch neue Bedenken auf: Ein grosser Teil der gestakten ETH konzentrierte sich auf eine kleine Anzahl von Liquid-Staking-Protokollen – insbesondere Lido warf neue Fragen zur Zentralisierung der Validatoren auf. Bessere Sicherheit und schleichende Konzentration der Anteile gingen Hand in Hand, was deutlich zeigt, wie die Lösung einer Seite des Trilemmas eine andere Seite «stillschweigend» belasten kann.Solana nahm eine aggressive Haltung in Bezug auf Skalierbarkeit ein und entwickelte ein Netzwerk, das durch einen neuartigen Mechanismus namens Proof of History in Kombination mit einer leistungsstarken Validator-Architektur Zehntausende von Transaktionen pro Sekunde verarbeiten kann. Der Kompromiss zeigte sich in einer Reihe von Netzwerkausfällen und in einem Validator-Set, das erhebliche Hardware-Investitionen erfordert, was Fragen zur langfristigen Dezentralisierung aufwirft.Die frühen EOS- und ähnliche Delegated Proof-of-Stake-Chains tauschten explizit Dezentralisierung gegen Geschwindigkeit ein und delegierten die Blockproduktion an eine kleine Gruppe ausgewählter «Super-Nodes». Das Ergebnis war schnell und kostengünstig. Kritiker argumentierten aber, dass es kaum dezentraler sei als eine herkömmliche Datenbank.Keine dieser Lösungsansätze ist zwangsläufig falsch. Sie spiegeln bewusste Entscheidungen darüber wider, welche Eigenschaften für einen bestimmten Anwendungsfall am wichtigsten sind. Aber sie bestätigen, dass das Trilemma eine echte Einschränkung ist und nicht nur theoretisches Kopfzerbrechen. Die Suche nach LösungenDie Blockchain-Branche hat sich geweigert, das Trilemma als unüberwindbare Grenze zu akzeptieren. Es sind mehrere architektonische Ansätze entstanden, die versuchen, diese Einschränkung auszugleichen.Skalierung der zweiten EbeneDie pragmatischste kurzfristige Lösung besteht darin, den Grossteil der Transaktionsaktivitäten aus der Haupt-Blockchain (Layer 1) auszulagern, während die Sicherheit weiterhin an dieser verankert bleibt. Layer-2-Netzwerke sitzen auf einer Basis-Chain und bündeln Tausende von Transaktionen, bevor sie als einzelner Eintrag in der Chain abgewickelt werden.Rollups sind die führende Layer-2-Architektur. Optimistische Rollups (wie Optimism und Arbitrum) gehen davon aus, dass Transaktionen standardmässig gültig sind und sehen eine Anfechtungsfrist für Betrugsnachweise vor. ZK-Rollups (wie zkSync und StarkNet) verwenden kryptografische Gültigkeitsnachweise, um Transaktionsstapel zu verifizieren. Sobald die Transaktionen in der Blockchain verifiziert sind, kann der Stapel akzeptiert werden, ohne dass jede Transaktion auf Layer 1 erneut ausgeführt werden muss. Beide Ansätze erhöhen den Durchsatz erheblich und senken die Kosten, während sie gleichzeitig die Sicherheitsgarantien der zugrunde liegenden Blockchain übernehmen. Die langfristige Roadmap von Ethereum ist fast ausschliesslich auf Rollups ausgerichtet und behandelt L1 eher als Abwicklungs- und Datenverfügbarkeitsschicht denn als Ausführungsumgebung.ShardingSharding ist eine Technik, die aus der traditionellen Datenbanktechnik übernommen wurde. Anstatt dass jeder Knoten jede Transaktion verarbeitet, wird das Netzwerk in kleinere parallele Gruppen (Shards) unterteilt, die jeweils für eine Teilmenge von Transaktionen verantwortlich sind. Die Knoten müssen nur die Daten ihres Shards verwalten, was die Hardwarebelastung reduziert und gleichzeitig die Gesamtkapazität des Netzwerks vervielfacht.Ethereum hat Sharding schon seit langem in seiner Roadmap, obwohl sich der Ansatz im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Anstelle von Sharding-Ausführung (was sich als äusserst komplex erwiesen hat) liegt der aktuelle Fokus auf Daten-Sharding, insbesondere auf «Blob-Transaktionen», die über EIP-4844 eingeführt wurden und eine kostengünstige Datenverfügbarkeit für Rollups bieten, ohne dass jeder Knoten jede Transaktion ausführen muss.Alternative KonsensmechanismenProof-of-Work, der grundlegende Konsensmechanismus von Bitcoin, ist sicher, aber energieintensiv und langsam. Proof-of-Stake ersetzt das rechnerische Hashing durch wirtschaftliche Sicherheiten: Validatoren sperren (staken) Kryptowährung als Kaution und unehrliches Verhalten führt dazu, dass diese Kaution «gekürzt» wird. Dies ermöglicht eine schnellere Finalität und einen viel geringeren Energieverbrauch. Die Umstellung von Ethereum auf Proof-of-Stake im Jahr 2022 war die grösste Live-Migration in der Geschichte der Blockchain. Sie reduzierte den Energieverbrauch um über 99 Prozent und ermöglichte einen Weg zu grösserer Skalierbarkeit, ohne die Dezentralisierung zu beeinträchtigen.Es entstehen weiterhin exotischere Mechanismen wie Proof-of-History, Proof-of-Space and Time und Nominated Proof-of-Stake, die jeweils unterschiedliche Kompromisse eingehen, die für verschiedene Anwendungsfälle geeignet sind.Modulare BlockchainsDie philosophisch vielleicht interessanteste Antwort auf das Trilemma ist die Idee modularer Blockchains, die die verschiedenen Funktionen einer Blockchain (Ausführung, Abwicklung, Konsens, Datenverfügbarkeit) in spezialisierte Schichten aufteilen, die jeweils unabhängig voneinander optimiert werden können. Projekte wie Celestia konzentrieren sich ausschliesslich auf die Datenverfügbarkeit und ermöglichen es den darauf aufbauenden Ausführungsschichten aggressiv zu skalieren, ohne die Dezentralisierung oder Sicherheit der Basisschicht zu beeinträchtigen.Dieses modulare Paradigma stellt eine grundlegende Veränderung im Denken dar: Anstatt eine Kette zu bauen, die alles angemessen erledigt, stellt man einen Stapel spezialisierter Ketten zusammen, von denen jede in ihrer spezifischen Funktion Weltklasse ist. Das Trilemma verschwindet nicht, sondern verteilt sich auf mehrere Schichten, wobei jede Schicht ihre eigenen engen Kompromisse eingeht, sodass insgesamt eine bessere Gesamtleistung erzielt wird, als es mit einer monolithischen Kette möglich wäre. Ist das Trilemma lösbar?Es gibt eine echte Debatte darüber, ob das Trilemma ein unumstössliches Naturgesetz darstellt oder lediglich den aktuellen Stand der Technik widerspiegelt. Einige Forscher argumentieren, dass wir mit den kontinuierlichen Fortschritten in der Kryptografie, insbesondere bei Zero-Knowledge-Proofs, irgendwann etwas erreichen könnten, das allen drei Eigenschaften gleichzeitig nahekommt. ZK-Rollups bieten einen verlockenden Ausblick: hoher Durchsatz und starke kryptografische Sicherheitsgarantien, während sie sich auf einer dezentralen Basisebene abwickeln.Andere sind vorsichtiger. Sie weisen darauf hin, dass jede «Lösung» neue Annahmen, neue Angriffsflächen oder neue Formen der Zentralisierung in der Brückeninfrastruktur, im Sequenzer-Design und in den Governance-Strukturen mit sich bringt. Das Trilemma verschwindet möglicherweise nicht, sondern wandelt sich lediglich, wobei neue Versionen derselben zugrunde liegenden Spannung auf höheren Abstraktionsebenen auftreten. Ein Rollup könnte den Durchsatz von Ethereum dramatisch steigern, aber wenn sein Sequenzer von einem einzigen Unternehmen kontrolliert wird, haben wir dann wirklich das Problem der Dezentralisierung gelöst oder nur verlagert?Klar ist, dass es echte Fortschritte gibt und diese sich beschleunigen. Das heutige Ethereum mit seiner Proof-of-Stake-Basisebene, seinem lebhaften Ökosystem von Rollups, die täglich Millionen von Transaktionen verarbeiten und seinem Fahrplan hin zu vollständigem Danksharding ist dramatisch leistungsfähiger als noch vor fünf Jahren. Die Kluft zwischen dem Durchsatz der Blockchain und der traditionellen Finanzinfrastruktur verringert sich stetig. Warum dies über die Technologie hinaus wichtig istDas Blockchain-Trilemma ist nicht nur ein Rätsel für Ingenieure, sondern hat tiefgreifende Auswirkungen darauf, wie wir über die Zukunft des Finanzwesens, der Regierungsführung und des Internets selbst denken.Eine Blockchain, die auf Dezentralisierung verzichtet, ist in vielerlei Hinsicht nur eine langsame und teure Datenbank. Das Versprechen der Blockchain – Zensurresistenz, genehmigungsfreier Zugang, selbstbestimmtes Eigentum – hängt von echter Dezentralisierung ab. Wenn die einzige Möglichkeit zur Skalierung die Zentralisierung ist, dann haben wir eine aufwendige Infrastruktur aufgebaut, um wieder dort anzukommen, wo wir angefangen haben.Umgekehrt wird eine Blockchain, die zwar wunderbar dezentralisiert ist, aber nur sieben Transaktionen pro Sekunde verarbeiten kann, niemals den Milliarden von Menschen dienen, die eine Finanzinfrastruktur am dringendsten benötigen, nämlich denen in Ländern mit instabilen Währungen, zusammengebrochenen Bankensystemen oder Regierungen, die die finanzielle Freiheit einschränken. Skalierbarkeit ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Auswirkungen auf zivilisatorischer Ebene.Das Trilemma dreht sich letztendlich darum, welche Art von System wir aufbauen wollen und wem es dienen soll. Jede Designentscheidung ist eine versteckte Werteentscheidung. FazitDas Blockchain-Trilemma ist mehr als nur ein eingängiger Slogan. Es beschreibt eine echte technische Herausforderung, die an der Schnittstelle zwischen der Theorie dezentraler Systeme, Kryptografie und Spieltheorie liegt. Jede wichtige Designentscheidung im Blockchain-Bereich, von Debatten über die Blockgrösse und die Wahl des Konsensmechanismus bis hin zu Layer-2-Architekturen, lässt sich letztlich darauf zurückführen.Das Verständnis des Trilemmas führt nicht zu Pessimismus hinsichtlich der Zukunft der Blockchain. Vielmehr bietet es einen klaren Rahmen für die Bewertung konkurrierender Projekte. Wenn eine neue Blockchain verspricht, schneller, kostengünstiger und dezentraler zu sein als alles, was es bisher gab, lautet die richtige Frage nicht «Ist das beeindruckend?», sondern «Was haben sie dafür aufgegeben?».Das Trilemma ist kein Grund, das Ziel aufzugeben. Es ist eine Landkarte, die das Ziel überhaupt erst erstrebenswert macht. Autor: Pascal HügliPascal Hügli, Crypto Investment Manager bei Maerki Baumann und Gründer von Insight DeFi, produziert hochwertige Inhalte zu Bitcoin und Krypto und trägt damit auch zur Entwicklung von Maerki Baumann im Bereich der Blockchain- und Kryptowährungen bei. Als Dozent für digitale Finanzen und Krypto-Assets an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich verfügt er über fundiertes Fachwissen auf diesem Gebiet, das er nun auch für die Etablierung unserer Marke «ARCHIP by Maerki Baumann» einbringt. Wichtige rechtliche HinweiseWICHTIGE RECHTLICHE HINWEISE: Diese Publikation dient ausschliesslich Informations- und Marketingzwecken. Sie stellt keine Anlageberatung oder individuell-konkrete Anlageempfehlung dar. Sie ist kein Verkaufsprospekt und enthält weder eine Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten, Anlagedienstleistungen oder zur Vornahme sonstiger Transaktionen. Maerki Baumann & Co. 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